Untersuchung über die Einwirkung der verschiedenen by Prof. Dr. Karl Hamann (auth.)

By Prof. Dr. Karl Hamann (auth.)

Es ist seit langem bekannt, daß Anstrichfilme unter dem Einfluß der Atmosphäre allmählich ihre Eigenschaften verändern. Sie verlieren ihren Glanz und vergilben. Darüber hinaus wird aber auch ihre eigentliche Funktion als Schutzüberzug, z. B. durch Zunahme der Sprödigkeit oder durch Verringerung der Haftfestigkeit, beeinträchtigt. Da die. Anstriche im allgemeinen Gemische aus verschiedenen chemischen Stoffen darstellen, und da andererseits die Bewitterungseinflüsse sehr komplexer Natur sind, müssen sehr unterschiedliche Vorgänge für diese unerwünschten Verände­ rungen verantwortlich gemacht werden. Auf Grund ihres Eingriffs in den An­ strichfilm lassen sich die Bewitterungseinflüsse grob in zwei Gruppen unterteilen. Zunächst sind physikalische Vorgänge, wie Quellungserscheinungen durch die Feuchtigkeit der Atmosphäre oder das Herauswaschen bzw. Herauslösen der einen oder der anderen Komponente des Lackfilmes, an der Zerstörung desselben beteiligt. Darüber hinaus muß unter der Einwirkung von Luft, Feuchtigkeit, Temperatur und Sonnenlicht mit dem Auftreten chemischer Reaktionen, nämlich mit der oxydativen, hydrolytischen, thermischen und photochemischen Veränderung von bestimmten Struktureinheiten des Filmmaterials und mit der Spaltung von che­ mischen Bindungen gerechnet werden. Die Forschung auf dem Gebiet der Anstrichfilme hat daher die Aufgabe, die Natur solcher Reaktionen zu klären, um geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Schutzüberzüge ergreifen zu können. Diese Maßnahmen können einerseits darin liegen, daß die betreffenden Vorgänge durch geeignete Zusatzstoffe ein­ gedämmt oder sogar verhindert werden, wie z. B. die Verhinderung von Oxyda­ tionsreaktionen durch Zusatz von Antioxydantien. Andererseits führen solche Untersuchungen zur gezielten Entwicklung neuer Anstriche, deren chemisches Matetial den auftretenden Reaktionen infolge Bewitterungseinfluß durch Einbau geeigneter Struktureinheiten Rechnung trägt.

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Gruppenorientierte Fertigungsstrukturen im Maschinenbau by Rainer G. Saurwein

By Rainer G. Saurwein

1. 1 Das challenge Infolge der Diskussion um die Mitbestimmung am Arbeitsplatz seit Ende der 60er Jahre (vgl. Vilmar 1971) wurde im Jahre 1974 das Programm "Humani sierung des Arbeitslebens" verabschiedet. In dessen Rahmen konnten auch Unternehmen des Maschinenbaus Fordermittel filr Pilotprojekte mit human zentrierten Produktionsmethoden beantragen. Fur die Unternehmer battle der Grund filr Experimente mit alternativen Formen der Fertigungs- (Gruppen fertigung) und Arbeitsorganisation (Gruppenarbeit) vor allem die im Zusam menhang mit dem Ende der Massenproduktion (vgl. Piore ISabel 1989) stei genden Kundenanforderungen (Variantenvielfalt, kleine Losgrossen), die mit den traditionellen tayloristischen Produktionsmethoden oft nicht mehr effiZi ent bewaltigt werden konnten (vgl. Abimann 1980). Reorganisationen derbe trieblichen Aufbau- und Ablauforganisation beschrankten sich in der Regel jedoch auf fertigungsorganisatorische Umstrukturierungen, mit denen auf die sich standig andernden Kundenanforderungen bereits flexibler reagiert wer den konnte, so dass das administration keinen Anlass zur weitergehenden An passung der Arbeitsorganisation in Richtung Gruppenarbeit gegeben sah (vgl. Behr/Hirsch-Kreinsen 1988). Zur Beschleunigung von flexiblen und hu manorientierten Fertigungsstrukturen wird daher seit Ende der 70er Jahre ins besondere durch den Ausschuss filr wirtschaftliche Fertigung (A WF) das Kon zept der Gruppenfertigung in shape von Fertigungsinseln weiterentwickelt, das auf Abkehr von der verrichtungsorientierten Werkstattfertigung zugunsten einer objektorientierten Grupl)enfertigung zielt (vgl. AWF 1984) und sowohl den unternehmerischen Anspruch nach einer flexiblen Fertigung als auch den arbeitnehmerorientierten Anspruch nach humanen Arbeitsplatzen im Rahmen von Gruppenarbeit ausdrucklich ins Kalkul aufnimmt (vgl. Moll19

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Meine Myelogenetische Hirnlehre: Mit Biographischer by Paul Emil Flechsig

By Paul Emil Flechsig

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication documents mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

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Physikochemische Grundlagen der Bildsamkeit von Kalken unter by Franz Schwarz

By Franz Schwarz

Die Bildsamkeit des mit Wasser angerührten Kalk-Sand-Wassergemisches Mörtel ist eine entscheidende Eigenschaft. Von der Bildsamkeit eines Mör­ tels hängt der Arbeitsaufwand zur Aufbringung des die Mauersteine verbin­ denden und die aufgeführte Mauer als Putz bedeckenden Mörtels ab. Der Sand für sich ist nicht bildsam, das Wasser ist eine ab rinnende und verdampfende Flüssigkeit, der nicht mit Wasser vermengte "Kalk" ist auch nicht bildsam. Es ist additionally das Zusammenwirken dreier, mindestens aber zweier Stoffe, die die Bildsamkeit hervorbringen. Die Erscheinung der "Bildsamkeit" des Mörtels, des structures Kalk-Wasser (-Sand) geht über in die Erscheinung "Festigkeit". Derart kann alle Mörtel­ und Verputztechnik aufgefaßt werden, wenn wir erst wissen, welche allge­ meinen und besonderen Eigenschaften der Stoffe Kalk, Wasser (und Sand) im Zusammenwirken Bildsamkeit und danach Festigkeit ergeben. used to be ist eigentlich "Bildsamkeit"? Auf welche Grundeigenschaften der Stof­ fe läßt sie sich zurückführen, insbesondere im approach Kalk-Wasser? Wir müssen doch vor allem wissen, used to be "Bildsamkeit" ist, wenn wir sie messen, beeinflussen und technisch anwenden wollen.

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