By Arnold Windeler, Albrecht Becker, Hans-Joachim Schulz, Günther Ortmann

Die Einführung computergestützer Informations- und Planungssysteme in Unternehmen ist ein umkämpftes Terrain. Die Entscheidungs- und Implementationsprozesse bestehen aus oft sehr heftigen mikropolitischen Auseinandersetzungen. Koalitionen werden geschmiedet und Machtarsenale mobilisiert, weil die Informatisierung ihrerseits erhebliche Auswirkungen auf die Machtstrukturen im Betrieb hat. Ökonomische Vernunft bleibt nicht selten auf der Strecke, wenn es gilt, alte Machtstrukturen, Besitzstände und Erbhöfe zu bewahren oder anzugreifen. Die Autoren untersuchen die hierbei auftretenden Fragen und Probleme."(...) Wer in Sachen Mikropolitik mitreden möchte, muß dieses Buch ins Pflichtprogramm nehmen und wird entdecken, daß es Kür war."Oswald NeubergerZeitschrift für Personalforschung 1/92

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Berspitzt ausgedrückt, besteht für das Instandhaltungspersonal das Problem darin, die Maschinen so zu warten, daß noch genug Pannen vorkommen, um die Wichtigkeit des Expertenwissens zu demonstrieren, ohne daß die Produktion völlig zusammenbricht. (Das Verhalten von EDV-Experten gegenüber Nutzern und den Forderungen nach einer 'Benutzerorientierung' bietet weiteres Anschauungsmaterial; vgl. " (Küpper / Ortmann 1986, 594) Die Einhaltung der Spielregeln aber, wie Michael Burawoy (1979) gezeigt hat, bewirkt gewollt oder ungewollt: "Manufacturing Consent", einen Konsens über eben diese Spielregeln und über Zonen wechselseitiger Erfüllung von Erwartungen, der zwar brüchig sein mag und auch von Zwängen durchtränkt, der aber doch in purer Unterwerfung oder Gefügigkeit nicht aufgeht (vgl.

Sprechen kann man in unterwürfigem oder im schneidenden Befehlston. Gehorchen kommt von Hören. Das Sehen mag der Kontrolle oder der Verständigung dienen. Viele Symbole der Macht machen visuell Eindruck. Ob buchstäblich oder metaphorisch: Die Arbeit, die einem stinkt, die Anweisung, die einem nicht schmeckt, der Vorgesetzte, den man nicht riechen kann, sie alle sind schwache Spuren dieser Dimension des Handelns, und einige dieser Beispiele sind natürlich schon Anspielungen auf ihre Machtrelevanz.

Voraus" (Giddens 1988, 233), natürlich unter Rekurs auf jene Strukturen, die deren Handeln ermöglichen und restringieren, und die in diesem Handeln jeweils reproduziert oder verändert werden. , 232), nicht als reine Strukturentwicklung also, sondern, wie wir zuspitzend sagen wollen, abhängig von Mikropolitik. 4. Von Systemen ist immer nur insofern zu sprechen, als "soziale Praktiken über unterschiedliche Spannen von Raum und Zeit hinweg als identische 29 Rekursivität meint, "daß die Strukturmomente des sozialen Handelns - mittels der Dualität von Struktur - aus eben den Ressourcen, die sie konstituieren, fortwährend neu geschaffen werden" (Giddens 1988,37).

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